Mundpflege


Die Mundhöhle ist von Natur aus mit Bakterien und Pilzen besiedelt. Der Gesunde lebt mit diesen Mikroorganismen symbiotisch (zum gegenseitigen Vorteil) zusammen. Dies ändert sich, wenn der Mensch erkrankt und das Immunsystem geschwächt wird. Die Mikroorganismen gewinnen dann die ?Oberhand?, Infektionen sind die Folge.
Die Mundpflege verringert die Zahl der Mikroorganismen durch Putzen und Spülen der Zähne und des Mundes mit geeigneten Mitteln. Sie beginnt mit der Krebsbehandlung und wird alle 4 Stunden sowie nach jeder Mahlzeit und vor dem Schlafengehen durchgeführt.
 
Schwach alkalische Mundspüllösungen reinigen den Mund, reduzieren das Wachstum der Bakterien und werden reizlos vertragen. Solche leicht alkalischen Lösungen kann man aus Kochsalz, Natriumbikarbonat und Wasser selbst herstellen. Sie werden vom National Cancer Institute (NCI) empfohlen, der seifige Geschmack findet allerdings geringe Akzeptanz.
 
Eine aus der klinischen Praxis entstandene Entwicklung ist die Mundspülung Glandomed® mit Organgengeschmack. Sie ist leicht alkalisch und enthält dazu reinigende Komponenten. Sie reinigt die Schleimhaut effektiv, ohne desinfizierend zu wirken und die natürliche Mundflora abzutöten. Der enthaltene geringe Zusatz an Chlorhexidin dient nur der Konservierung der Mundspüllösung.
 
Manche Ärzte empfehlen während der gesamten Krebsbehandlung antibakteriell wirksame Mundspülmittel. Das ist umstritten. Die dauernde Anwendung 0,1-0,2%iger Chlorhexidin-Lösungen ist nicht zu unterstützen.
 
 
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